Pommerscher Diakonieverein Aktuelles

Aktuelle Meldungen

Eingebettet mitten im Grünen, auf dem Züssower Gelände des Pommerschen Diakonieverein e.V., bietet das Haus Bethesda, nach umfangreicher Kernsanierung, auf zwei Etagen, 10 moderne seniorengerechte und barrierearme Wohnungen, von denen vier komplett rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Gleichzeitig ist es gelungen, das Gebäude mit Luftwärmepumpe, Photovoltaik und einem Anteil von rund 75 Prozent erneuerbarer Energien energetisch auf einen sehr guten Stand zu bringen. Ein Niedrigenergiehaus der Effizienzklasse A. 
Räumlich getrennt von denen sich im Haus befindenden Mietwohnungen, konnte auch die Tagesgruppe der Greifenwerkstatt auf ihre Bedürfnisse konzipierte Räumlichkeiten beziehen. Mit dem neuen Standort wurden ideale Bedingungen für die Betreuung der Leistungsberechtigten geschaffen.

Mit der Kernsanierung des Hauses hat der Pommersche Diakonieverein ein bewusstes Zeichen für den Erhalt von Bestehendem, für nachhaltiges Bauen und vor allem für die Menschen, die dieses Gebäude künftig mit Leben füllen gesetzt. Denn Bethesda ist Teil der Geschichte der diakonischen Arbeit in Züssow, wie der kaufmännische Vorstand Steffen Jaeckel betont.

Mit der offiziellen Einweihung des Hauses am 17.04.26 konnten sich alle Interessierten selbst ein Bild vom neuen alten Haus machen. Einem Haus, dessen Geschichte über die eigene Grundsteinlegung im August 1951 hinausgeht. Die uns zurückführt zur so genannten Krüppelanstalt Bethesda in Stettin, welche neben den Züllchower Anstalten und den Kückenmühler Anstalten zu den Vorgängereinrichtungen des Pommerschen Diakonievereins gehört. Bereits die Gründung der ersten Anstalt war auf Wohn-, Ausbildungs- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung ausgerichtet gewesen. Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs fanden körperlich beeinträchtigte Menschen aus den Stettiner Anstalten Obdach in Karlsburg, welches unter dem Namen Bethesda weitergeführt wurde. Strukturelle Veränderungen in Karlsburg führten jedoch bald dazu, dass die Menschen nach Wrangelsburg umziehen mussten. Hier fand am 02.08.1948 die offizielle Einweihung der Anstalt Bethesda statt. Wie Pastor Michael Bartels in seiner Ansprache ausführte, „[bestand] die Besonderheit dieser Einrichtung (…) darin, dass nicht nur Bewohner*innen betreut wurden, sondern in den anliegenden Gebäuden ca. 200 Umschüler aufgenommen wurden. Es entstand also eine Einrichtung der beruflichen Rehabilitation, deren Ziel es war, diese Menschen `durch Überführung in einen Beruf, den sie ausfüllen können, in den Arbeitskreis aller Werktätigen einzufügen`(Ott).“ 

Bereits wenige Jahre später war auch ein Verbleib in Wrangelsburg nicht mehr möglich. Es folgte im Juni 1952 der Umzug nach Züssow. Mit im Gepäck der Name Bethesda. Es gehört sozusagen zur Geschichte dieser Einrichtung und Vorgängereinrichtung, dass sie wie keine zweite andere immer wieder neuerstanden ist. „Bethesda ist eine Kette von Ereignissen, eine Folge von Standorten und Programmen, von Menschen, die unter diesem Namen lebten und arbeiteten. Eine große Klammer für das, was in unserer Geschichte und Gegenwart und hoffentlich auch in unserer Zukunft liegt.(…) Denn es gibt etwas, was uns inhaltlich verbindet. Es ist der grundlegende Gedanke der biblischen Geschichte [aus dem 5. Kapitel des Johannes Evangeliums], dass Lähmung überwunden wird. Das kann eine Lähmung sein, die das Leben des/der Einzelnen beeinträchtigt, oder auch eine Lähmung, in der wir gemeinsam stecken.“, wie Michael Bartels weiter ausführt.

Ein Ort, der in der langen Tradition der Angebote unserer Vorgängereinrichtungen steht. Ein Gebäude, das wieder näher an seine ursprüngliche Form heranrückt, das modernen Anforderungen gerecht wird und zugleich ein Ort der Teilhabe ist, an dem Unterstützung, Gemeinschaft und Lebensqualität im Mittelpunkt stehen. Ein Ort, der Ausdruck von Lebendigkeit ist – einer Lebendigkeit jenseits aller Lähmung. Und dafür möge der Name dieses Hauses in allen wechselnden Zeiten immer neu bestehen - Bethesda.

Mit dabei: die Marktleiter Lars Runge und Mathias Starch und Marktleiterin Judith Schönefeld der Greifswalder REWE-Märkte, Herr Janeck als Teamleiter für den Vertrieb, die Sozialpädagogin und die Integrationsassistentin aus dem Dienst zur betrieblichen Inklusion sowie der REWE-Regionsvertriebsleiter Ost und Behindertenbeauftragte Veit Kamm. Eine Runde mit ganz unterschiedlichen Perspektiven – aber einer gemeinsamen Sprache: Offenheit, Neugier und echter Gestaltungswille.
Und genau das war spürbar. Ideen flogen durch den Raum, wurden aufgegriffen, weitergedacht, konkretisiert. Kein „Man könnte ja mal…“, sondern ein klares „Lass uns das angehen!“.

Die Ansätze? So vielfältig wie praxisnah: Produkte aus der Greifenwerkstatt in den REWE-Märkten. Dienstleistungen im Garten- und Landschaftsbau für die Pflege der Standorte. Und vor allem: echte Begegnungen schaffen. Denn darum ging es im Kern: Übergänge ermöglichen. Menschen in der beruflichen Bildung die Chance geben, den Arbeitsalltag im Markt kennenzulernen – tageweise, begleitet, ganz praktisch. Reinschnuppern, ausprobieren, Kontakte knüpfen. Barrieren abbauen, bevor sie überhaupt entstehen.

Die Idee dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll: Praxis schafft Erfahrung. Und Erfahrung öffnet Türen. Ob ausgelagerte Arbeitsplätze oder kleine Arbeitsgruppen aus dem Berufsbildungsbereich mit einem oder einer Bildungsbegleiterin direkt im Markt – die nächsten Schritte sind längst in Planung. Erste konkrete Verabredungen stehen, ein Folgetermin ist bereits gesetzt.
Bei all der inhaltlichen Tiefe wurde viel gelacht. Weil Zusammenarbeit dann am besten funktioniert, wenn sie nicht nur sinnvoll, sondern auch menschlich ist.

Das Fazit dieses Tages: großes Interesse, offene Ohren, wache Augen – und vor allem ein echtes „Wir wollen das gemeinsam“. Ein starkes Signal. Und ein noch stärkerer Anfang.

Am 15. und 16. April kamen Vertreterinnen und Vertreter des Pflegebereichs des Pommerschen Diakonievereins zu einer zweitägigen Klausurtagung zusammen. Die Veranstaltung dient traditionell der vertieften Auseinandersetzung mit strategischen Themen, der Weiterentwicklung bestehender Prozesse sowie der gemeinsamen Planung zukünftiger Schwerpunkte.

Der erste Tag begann diesmal jedoch mit einem Besuch des neuen Schulungszentrums an der Gesundheits- und Pflegeschule der Wirtschaftsakademie Nord. Geschäftsführer Dr. Olaf Martin begrüßte alle Anwesenden und lud anschließend dazu ein, die neu eingerichteten und technisch gut ausgestatteten Räumlichkeiten zu besichtigen und bei der Gelegenheit auch die verschiedenen Schulungsschwerpunkte auszuprobieren. Angeleitet wurden die Teilnehmenden hierbei durch die Lehrkräfte der Schule. Von Reanimation und Notfallmedizin, über Wundmanagement, bis hin zu dem Testen eines Alterssimulationsanzugs war das Mitmachangebot vielfältig. Wir erhielten so einen Eindruck davon, was unsere Auszubildenden innerhalb der Schulturnusse vermittelt bekommen und welche Fortbildungsthemen die Wirtschaftsakademie auch für unsere Bestandsmitarbeitenden anbieten könnte.  

Nach diesem Vormittagsausflug nahmen wir die geplante Tagesordnung auf. 

Ein wichtiger Bestandteil der Klausur sind üblicherweise die Retrospektive auf das vergangene Jahr, mit einer kritischen Sicht auf wirtschaftliche Aspekte und Prozessoptimierungen, sowie der Ausblick für 2026. Welche Themen werden uns in den kommenden Monaten begleiten? Was sind unsere Ziele und anhand welcher Kennzahlen können wir diese fortlaufend überprüfen? Bereits der Einstieg brachte daher eine Diskussionsgrundlage mit sich. In der anschließenden Besprechung der Balanced-Score-Card stellte jeder Bereich individuelle Maßnahmen dar, die zur Zielerreichung beitragen sollen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Auswertung der internen Mitarbeitendenbefragung aus dem 4. Quartal 2025. Hier widmete sich der Geschäftsbereich noch einmal den Themen „psychische und körperliche Belastung“ vor dem Hintergrund der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Ergebnisse wurden pro Region gefiltert und anschließend in kleinen Arbeitsgruppen besprochen. Es wurden Maßnahmen abgeleitet und Ideen zur Umsetzung individueller Verbesserungsvorschläge der Mitarbeitenden gesammelt. Diese konnten im Anschluss im Plenum vorgestellt werden.

Die Klausurtagung zeigte deutlich, wie wichtig der gemeinsame fachliche Austausch und die strukturierte Analyse für die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs <i>pflegen</i> sind. Die gewonnenen Erkenntnisse, die formulierten Ziele und die erarbeiteten Maßnahmen bilden eine solide Grundlage, um die anstehenden Herausforderungen aktiv anzugehen und die Qualität der Pflegeangebote nachhaltig zu stärken. Mit klaren Prioritäten und einem gemeinsamen Verständnis für die nächsten Schritte geht der Geschäftsbereich gut vorbereitet in die kommenden Monate.

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