Pommerscher Diakonieverein Aktuelles

Aktuelle Meldungen

Bereits während der Hinfahrt war die Vorfreude der Teilnehmenden aus der Gärtnerei auf den gemeinsamen Ausflug deutlich spürbar. Nach einem kurzen Frühstücksstopp auf einer Raststätte erreichte die Gruppe gegen 10:30 Uhr das Ausstellungsgelände. Mithilfe eines Lageplans verschafften sich die Teilnehmenden zunächst einen Überblick über die zahlreichen Angebote und Ausstellungsbereiche. Anschließend erkundeten sie das weitläufige Gelände in kleinen Gruppen. So konnten die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Beschäftigten optimal berücksichtigt werden.

Besonders beeindruckend waren die riesigen modernen Traktoren und Erntemaschinen. Ein weiteres Highlight stellte der Besuch der Tierausstellung dar. Hier bot sich die Gelegenheit, Groß- und Kleinvieh aus nächster Nähe zu erleben. Für große Freude sorgten dabei vor allem die Möglichkeiten zum Streicheln einiger Tiere sowie die abwechslungsreichen Tiervorführungen.

Im Bereich Gartenbau und Grünflächenpflege standen der liebevoll gestaltete „MeLa-Garten“ mit regionalen Pflanzen und Obstsorten sowie moderne Gartentechnik im Mittelpunkt des Interesses. Gleichzeitig konnten die Besucher*innen auch historische Technik entdecken: So wurde mit einer Hand-Apfelpresse aus den 1950er-Jahren vor Ort naturbelassener Apfelsaft hergestellt.

Während eines gemeinsamen Mittagessens wurden die ersten Eindrücke und Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Nach einem abschließenden Rundgang traf sich die Gruppe gegen 15:00 Uhr zur Heimfahrt. Zwar waren alle Teilnehmenden am Ende des Tages etwas erschöpft, zugleich aber auch voller schöner Eindrücke und neuer Erfahrungen.

Die Bildungsfahrt zur MeLa war für alle Beteiligten ein rundum gelungener und erlebnisreicher Ausflug.
 

Unsere diakonische Arbeit blickt auf eine lange Tradition zurück, die bis in die Mitte des 19ten Jahrhunderts reicht und ihre Ursprünge in Stettin findet. Einige der Gebäude der ehemaligen Kückenmühler Anstalten finden sich noch immer entlang der Straßen Judyma, Chopina, Broniewskiego, Wiosny Ludów und Arkońska. Die meisten von ihnen sind leerstehend. Bauzäune sichern die Häuser vor unbefugtem Betreten. Ein teilweiser surrealer Anblick, der die mit den alten Bauten verbundene Geschichte nur erahnen lässt. 

Wir werden über das Gelände zu einer Führung mitgenommen und erhalten Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Anstalt. Kaum vorstellbar, dass es sich hier einst um eine Stadt in einer Stadt gehandelt hat, die durch eine eigene Infrastruktur, mit Krankenhaus, Schule, Wäscherei, Molkerei, Bäckerei, Küche und Kirche u.a., autark bis zu 1500 Menschen versorgt hat. Menschen mit Behinderung. Menschen, die in der Kückenmühle nicht nur versorgt sondern eine sinnstiftende Tätigkeit ermöglicht bekamen. 

In der NS-Zeit wurden die Kückenmühler Anstalten jedoch zu einem düsteren Ort der Kriegsgeschichte. Viele der dort lebenden Menschen fielen den Nationalsozialisten zum Opfern, die Anstalt teilweise durch Bombenangriffe zerstört. Ein dunkles Kapitel in deren Schuld wir bis heute stehen. Im Rahmen einer Andacht, die auf deutsch und polnisch in der auf dem Gelände befindenden St.-Kasimir-Kirche gehalten wurde, sowie anschließender Kranzniederlegung wurde den Opfern gedacht. 

Die evangelische Gemeinde Stettin lud im Anschluss in das Gemeindezentrum ein. Im Fokus stand hier der Einblick in das Wirken und die Bedeutung Dietrich Bonhoeffers für die theologische Arbeit. Bonhoeffer galt als Widerstandskämpfer des NS-Regimes, wofür er verhaftet und hingerichtet wurde. Noch aus dem Gefängnis heraus schrieb er das später vertonte Gedicht „Von den guten Mächten treu und still umgeben“, welches als tiefes Zeugnis von unerschütterlichem Gottvertrauen, Trost und Hoffnung steht.

Dieser Gedanke lässt sich heute bei den bereits teilweise aufwändig sanierten Gebäuden, die bereits mit Leben gefüllt wurden (u.a. findet sich hier eine Schule) auf dem Gelände der Kückenmühle wiederfinden. Wir nehmen die Hoffnung mit, auch weiterhin in der Tradition unserer diakonischen Arbeit, Menschen eine Perspektive ermöglichen zu können.    

Hochwasserschutz nimmt in unserer heutigen Zeit einen immer größeren Stellenwert ein. Gerade bei extremen Niederschlägen durch Gewitter ist es wichtig zu wissen, dass die Entwässerung gut funktioniert. Aus diesem Grund macht sich zweimal im Jahr eine Arbeitsgruppe der Garten- und Landschaftspflege der Greifenwerkstatt auf den Weg nach Anklam, um die dortigen Entwässerungsgräben zu mähen. Die Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Bodenverband „Untere Peene“ gibt es schon seit 2013. 

Zunächst werden mit dem Freischneider 2659m gemäht und im Anschluss wird die Sohle gekrautet. Diese Arbeit ist sehr anstrengend. Doch wie dabei die Arbeitsgruppe als Team zusammenwächst, ist großartig. Hat jemand Probleme, ist sofort ein anderer Kollegin oder Kollege da und hilft. Nicht ein Einzelner schafft diese Arbeit, sondern nur als Team kann diese bewerkstelligt werden. Bei jedem Graben, der fertig ist, merkt man den Stolz auf das Geschaffte bei jedem Beteiligten und die Anklamer können beruhigt sein, dass die Entwässerung funktioniert. 

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