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Ziel des Fachtages war es, die Sicherheit im Umgang mit dem Gewaltschutzkonzept im Arbeitsalltag zu stärken und zugleich für die Bedeutung dieses wichtigen Themas zu sensibilisieren. Bereits der einleitende Impulsvortrag verdeutlichte, wie herausfordernd die Abgrenzung zwischen nicht gewalttätigem und gewalttätigem Verhalten sein kann und wie wichtig ein reflektierter Umgang damit ist.

Im Fokus standen zentrale Fragen wie: Was ist Gewalt? Von wem kann sie ausgehen und gegen wen kann sie sich richten? Welche Regeln und Handlungsmöglichkeiten bestehen, um in gewaltgeprägten Situationen sicher und angemessen zu handeln? In den Workshops wurde deutlich, dass Gewalt weit über körperliche Übergriffe hinausgeht. Auch psychische Verletzungen, Grenzüberschreitungen und Formen der Vernachlässigung sind darunter zu verstehen.

Besonders wertvoll erwies sich der kollegiale Austausch in verschiedenen Workshopformaten wie dem World Café und der Fallarbeit. Hier konnten praktische Erfahrungen eingebracht und gemeinsam reflektiert werden. Dabei wurde auch sichtbar, dass Gewalt in unterschiedlichen Konstellationen entstehen kann: zwischen leistungsberechtigten Personen, gegenüber Mitarbeitenden sowie innerhalb von Teams. Das Thema betrifft somit alle Ebenen der Organisation.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf klaren Handlungsabläufen im Ernstfall. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit fiktiven Szenarien vermittelte Sicherheit und unterstrich die Bedeutung eines strukturierten Vorgehens sowie einer engen Zusammenarbeit.
Ein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen des Tagungs- und Freizeitzentrums des BBW sowie der Züssower Service und Catering, die für einen gelungenen organisatorischen Rahmen und die Verpflegung gesorgt haben.

Der Fachtag hat eindrücklich gezeigt, dass Gewaltschutz weit mehr ist als ein schriftlich fixiertes Konzept. Er lebt von einer gemeinsamen Haltung, von Aufmerksamkeit im Arbeitsalltag und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Die vielfältigen Impulse und Gespräche des Tages werden nachhaltig in die Praxis hineinwirken und einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und einem respektvollen Miteinander leisten.

Eingebettet mitten im Grünen, auf dem Züssower Gelände des Pommerschen Diakonieverein e.V., bietet das Haus Bethesda, nach umfangreicher Kernsanierung, auf zwei Etagen, 10 moderne seniorengerechte und barrierearme Wohnungen, von denen vier komplett rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Gleichzeitig ist es gelungen, das Gebäude mit Luftwärmepumpe, Photovoltaik und einem Anteil von rund 75 Prozent erneuerbarer Energien energetisch auf einen sehr guten Stand zu bringen. Ein Niedrigenergiehaus der Effizienzklasse A. 
Räumlich getrennt von denen sich im Haus befindenden Mietwohnungen, konnte auch die Tagesgruppe der Greifenwerkstatt auf ihre Bedürfnisse konzipierte Räumlichkeiten beziehen. Mit dem neuen Standort wurden ideale Bedingungen für die Betreuung der Leistungsberechtigten geschaffen.

Mit der Kernsanierung des Hauses hat der Pommersche Diakonieverein ein bewusstes Zeichen für den Erhalt von Bestehendem, für nachhaltiges Bauen und vor allem für die Menschen, die dieses Gebäude künftig mit Leben füllen gesetzt. Denn Bethesda ist Teil der Geschichte der diakonischen Arbeit in Züssow, wie der kaufmännische Vorstand Steffen Jaeckel betont.

Mit der offiziellen Einweihung des Hauses am 17.04.26 konnten sich alle Interessierten selbst ein Bild vom neuen alten Haus machen. Einem Haus, dessen Geschichte über die eigene Grundsteinlegung im August 1951 hinausgeht. Die uns zurückführt zur so genannten Krüppelanstalt Bethesda in Stettin, welche neben den Züllchower Anstalten und den Kückenmühler Anstalten zu den Vorgängereinrichtungen des Pommerschen Diakonievereins gehört. Bereits die Gründung der ersten Anstalt war auf Wohn-, Ausbildungs- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung ausgerichtet gewesen. Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs fanden körperlich beeinträchtigte Menschen aus den Stettiner Anstalten Obdach in Karlsburg, welches unter dem Namen Bethesda weitergeführt wurde. Strukturelle Veränderungen in Karlsburg führten jedoch bald dazu, dass die Menschen nach Wrangelsburg umziehen mussten. Hier fand am 02.08.1948 die offizielle Einweihung der Anstalt Bethesda statt. Wie Pastor Michael Bartels in seiner Ansprache ausführte, „[bestand] die Besonderheit dieser Einrichtung (…) darin, dass nicht nur Bewohner*innen betreut wurden, sondern in den anliegenden Gebäuden ca. 200 Umschüler aufgenommen wurden. Es entstand also eine Einrichtung der beruflichen Rehabilitation, deren Ziel es war, diese Menschen `durch Überführung in einen Beruf, den sie ausfüllen können, in den Arbeitskreis aller Werktätigen einzufügen`(Ott).“ 

Bereits wenige Jahre später war auch ein Verbleib in Wrangelsburg nicht mehr möglich. Es folgte im Juni 1952 der Umzug nach Züssow. Mit im Gepäck der Name Bethesda. Es gehört sozusagen zur Geschichte dieser Einrichtung und Vorgängereinrichtung, dass sie wie keine zweite andere immer wieder neuerstanden ist. „Bethesda ist eine Kette von Ereignissen, eine Folge von Standorten und Programmen, von Menschen, die unter diesem Namen lebten und arbeiteten. Eine große Klammer für das, was in unserer Geschichte und Gegenwart und hoffentlich auch in unserer Zukunft liegt.(…) Denn es gibt etwas, was uns inhaltlich verbindet. Es ist der grundlegende Gedanke der biblischen Geschichte [aus dem 5. Kapitel des Johannes Evangeliums], dass Lähmung überwunden wird. Das kann eine Lähmung sein, die das Leben des/der Einzelnen beeinträchtigt, oder auch eine Lähmung, in der wir gemeinsam stecken.“, wie Michael Bartels weiter ausführt.

Ein Ort, der in der langen Tradition der Angebote unserer Vorgängereinrichtungen steht. Ein Gebäude, das wieder näher an seine ursprüngliche Form heranrückt, das modernen Anforderungen gerecht wird und zugleich ein Ort der Teilhabe ist, an dem Unterstützung, Gemeinschaft und Lebensqualität im Mittelpunkt stehen. Ein Ort, der Ausdruck von Lebendigkeit ist – einer Lebendigkeit jenseits aller Lähmung. Und dafür möge der Name dieses Hauses in allen wechselnden Zeiten immer neu bestehen - Bethesda.

Mit dabei: die Marktleiter Lars Runge und Mathias Starch und Marktleiterin Judith Schönefeld der Greifswalder REWE-Märkte, Herr Janeck als Teamleiter für den Vertrieb, die Sozialpädagogin und die Integrationsassistentin aus dem Dienst zur betrieblichen Inklusion sowie der REWE-Regionsvertriebsleiter Ost und Behindertenbeauftragte Veit Kamm. Eine Runde mit ganz unterschiedlichen Perspektiven – aber einer gemeinsamen Sprache: Offenheit, Neugier und echter Gestaltungswille.
Und genau das war spürbar. Ideen flogen durch den Raum, wurden aufgegriffen, weitergedacht, konkretisiert. Kein „Man könnte ja mal…“, sondern ein klares „Lass uns das angehen!“.

Die Ansätze? So vielfältig wie praxisnah: Produkte aus der Greifenwerkstatt in den REWE-Märkten. Dienstleistungen im Garten- und Landschaftsbau für die Pflege der Standorte. Und vor allem: echte Begegnungen schaffen. Denn darum ging es im Kern: Übergänge ermöglichen. Menschen in der beruflichen Bildung die Chance geben, den Arbeitsalltag im Markt kennenzulernen – tageweise, begleitet, ganz praktisch. Reinschnuppern, ausprobieren, Kontakte knüpfen. Barrieren abbauen, bevor sie überhaupt entstehen.

Die Idee dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll: Praxis schafft Erfahrung. Und Erfahrung öffnet Türen. Ob ausgelagerte Arbeitsplätze oder kleine Arbeitsgruppen aus dem Berufsbildungsbereich mit einem oder einer Bildungsbegleiterin direkt im Markt – die nächsten Schritte sind längst in Planung. Erste konkrete Verabredungen stehen, ein Folgetermin ist bereits gesetzt.
Bei all der inhaltlichen Tiefe wurde viel gelacht. Weil Zusammenarbeit dann am besten funktioniert, wenn sie nicht nur sinnvoll, sondern auch menschlich ist.

Das Fazit dieses Tages: großes Interesse, offene Ohren, wache Augen – und vor allem ein echtes „Wir wollen das gemeinsam“. Ein starkes Signal. Und ein noch stärkerer Anfang.

Veranstaltungen der Pommerschen Diakonie

Infoabend: Der Weg ins BBW BerufsBildungsWerk Greifswald
Frühlingsfest im BBW BerufsBildungsWerk Greifswald
Muttertagsbrunch im Hotel Ostseeländer Züssow | Hotel "Ostseeländer"
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Wer wir sind

Der Pommersche Diakonieverein ist ein evangelischer Träger sozialer und wirtschaftlicher Dienstleistungen und Teil der Unternehmensgruppe Pommersche Diakonie. Wir haben 13 Standorte in und um Greifswald. Zu unseren Angeboten gehören Pflegedienstleistungen, eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen und zahlreiche Angebote. 

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Standorte

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Kolleginnen und Kollegen

Unsere Stärke: Nähe


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