Manchmal tut es einfach gut, rauszukommen und den eigenen Blick zu weiten. Genau das haben wir getan: Das Bildungsfachteam und der Dienst zur betrieblichen Inklusion der Greifenwerkstatt waren zu Gast im Ramper Werk – unter dem Motto „Lernen von den Besten – und Lernen voneinander. Berufliche Bildung im Dialog“.
Wir wurden freundlich empfangen und sind offen ins Gespräch gestartet. In einer persönlichen Vorstellungsrunde ging es nicht nur um Funktionen und Aufgaben, sondern auch um Erwartungen und aktuelle Themen, die uns beschäftigen. Schnell wurde klar: Die Herausforderungen ähneln sich – und sind doch überall ein bisschen anders.
Beide Einrichtungen stellten ihre Konzepte der beruflichen Bildung, Qualifizierungs- und Zertifikatsbausteine sowie ihre Kompetenzanalysen vor. Im Austausch zu Fehlzeitenkonzepten, Übergangsmanagement und zum Budget für Arbeit wurde es konkret. Was funktioniert? Wo hakt es? Und wie gehen andere mit ähnlichen Fragestellungen um?
Besonders eindrücklich war für uns die Besichtigung der Bereiche der Beruflichen Bildung, der Tischlerei sowie des Kreativbereichs mit Keramik- und Stoffverarbeitung. Zu sehen, wie andere Werkstätten arbeiten, welche Schwerpunkte sie setzen und wie sie mit Themen wie Größe oder Erreichbarkeit umgehen, hat unseren eigenen Blick geschärft.
Für uns als Team war dieser Tag gleichzeitig ein etwas anderer Klausurtag. Schon die gemeinsame Fahrt haben wir genutzt, um ins Gespräch zu kommen – und auch auf der Rückfahrt wurde weitergedacht. Die Atmosphäre war offen und zugewandt, die Zeit verging schnell.
Im abschließenden Austausch ging es um die Frage, wie zukunftsfähige Strukturen im Eingangsverfahren, im Berufsbildungsbereich und im Übergangsmanagement aussehen können – und was es braucht, um sie zu entwickeln.
Dass wir den Folgetermin direkt vor Ort festgemacht haben, war uns wichtig. Wir wollten sicherstellen, dass der Austausch nicht bei einem guten Vorsatz bleibt. Im Juli treffen wir uns in Greifswald – und führen das Gespräch weiter.
Ein Tag mit ehrlichem Dialog, unterschiedlichen Perspektiven und einigen Denkanstößen, die uns noch eine Weile begleiten werden.


































