Für die Gruppe stand die inklusive Vermittlung von Geschichte im Vordergrund. Ziel war es, Barrieren abzubauen und ein gemeinsames Gedenken sowie Lernen zu ermöglichen.
Nach der Ankunft auf dem Gelände der Gedenkstätte wurde bewusst Zeit für eine erste Orientierung eingeplant. Die Weitläufigkeit des Areals und die unmittelbare Nähe zum Schwedtsee erzeugten eine stille, respektvolle Atmosphäre.
Es erfolgte eine Führung in leichter Sprache, ergänzt durch Angebote der Gedenkstätte, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten sind. Der Rundgang führte vorbei an den ehemaligen Häftlingsbaracken, dem Zellenbau und zum „Haus der Lagergemeinschaft“. Besonders intensiv wurde über den Alltag der Häftlinge sowie die Solidarität unter den Frauen im Lager gesprochen. Dabei zeigte sich großes Interesse an den persönlichen Schicksalen, wodurch die abstrakte Geschichte greifbar wurde. Durch den Einsatz visueller Materialien und verständlicher Sprache konnte der historische Kontext für alle zugänglich vermittelt werden.
Ein zentraler Moment war das gemeinsame Verweilen an der Gedenkmauer. Hier bestand die Möglichkeit, innezuhalten und den Tag zu reflektieren. Viele äußerten tiefes Mitgefühl für die Opfer, und es wurde die Bedeutung hervorgehoben, dass sich eine solche Geschichte niemals wiederholen darf. Trotz der Schwere des Themas entwickelte sich ein starkes Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe.
Ein gemeinsames Mittagessen in einem griechischen Restaurant rundete den Tag ab.
Die Bildungsfahrt nach Ravensbrück wurde insgesamt als voller Erfolg bewertet. Sie zeigte, dass historische Bildung auch bei komplexen und belastenden Themen inklusiv gestaltet werden kann. Die Gruppe kehrte mit einem geschärften Bewusstsein für Menschenrechte und die Würde des Einzelnen zurück.