Pommerscher Diakonieverein e.V.Herzlich willkommen

Aktuelles

Zwei Tage voller Austausch, Inspiration und echter Begegnung: Am 3. und 4. Februar 2026 trafen sich Führungskräfte der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie mbH und des Geschäftsbereichs arbeiten in Greifswald und Züssow.

Im Mittelpunkt der Treffen im Hotel Ostseeländer und im Tagungsraum Netzwerk in Greifswald stand die Frage, wie Werkstätten zukunftsfähig gestaltet und Netzwerke nachhaltig gestärkt werden können. 

Die Ergebnisse waren inspirierend, oft deckungsgleich in den Themen, aber vielfältig in den Lösungsansätzen. Ganz nach dem Motto: Lernen von den Besten – und voneinander. In offenen Arbeitsgruppen, Best-Practice-Impulsen und persönlichen Gesprächen wurde deutlich: Die Herausforderungen sind groß – die Ideen und der Gestaltungswille aber noch größer. 

Themen wie Bildung in Werkstätten, anerkannte Zertifikatsabschlüsse, Übergangs- und Kundenmanagement, Digitalisierung und Social Influencing sorgten für Aha-Momente und motivierten zum Weiterdenken.
Ein Highlight war der per Videokonferenz zugeschaltete Beitrag aus dem Medienhus Husum, wo Menschen mit Behinderung Radio- und Podcastformate produzieren und so ihre Perspektiven hörbar machen – gelebte Teilhabe an einem richtig coolen Arbeitsplatz. 

Ergänzt wurde das Programm durch Einblicke in die Feinkostmanufaktur Züssow, kulinarische Entdeckungen aus der Züssower Käserei und ein Kurzaustausch mit dem Geschäftsbereich assistieren

Ein herzliches Dankeschön gilt der DKB-Bank für die finanzielle Unterstützung des Netzwerktreffens – insbesondere Herrn Lübcke, der mit einem fachlichen Impuls zum Auftakt beitrug und sich am Austausch aktiv beteiligte. 
Zwei Tage, die gezeigt haben, was möglich ist, wenn Menschen ihr Wissen teilen, einander zuhören und gemeinsam an die Zukunft glauben.
 

Vergessende Spuren. Diesen Titel trägt das Mahnmal von Eckhard Labs, aufgestellt auf dem Gelände des Pommerschen Diakonievereins in Züssow. Ein Mahnmal, welches an die Gräueltaten der NS-Zeit und die damit einhergehenden Massenvernichtungen von Menschen mit Behinderung erinnern soll.

Anlässlich des heutigen Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus lud die Unternehmensgruppe Pommersche Diakonie zusammen mit der Kirchgemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin zur Gedenkstunde an das Mahnmal ein. 

Sinnbildlich bedeckte der in der letzten Nacht gefallene Schnee das Mahnmal und überdeckte damit die Spuren der Vergangenheit, die Labs einst in sein Kunstwerk einarbeitete. Beginnt so das Vergessen? Das, was nicht mehr sichtbar ist, schleicht sich unbemerkt aus den Köpfen? 

Doch die Spuren sind weiterhin da. Und damit die Schuldfrage derjenigen, die die Menschen seinerzeit zu den Massenverlegungen in die Konzentrationslager begleitet haben. Wir haben kein Wissen darüber, inwiefern sie über die Euthanasiemaßnahmen Kenntnis hatten oder politische Ideologien teilten. Wir werden keine Antworten auf diese Fragen bekommen, doch gleichzeitig sind sie der Schlüssel zum Verständnis der Ausgangsfrage: Wie konnte das geschehen?, so Vorsteher Dr. Michael Bartels in seiner Andacht. Wie konnten Menschen zu Tätern und Opfern werden? Was war damals der Auslöser der blinden Abkehr von der Menschlichkeit? 

Auch in der heutigen Zeit können wir nicht sicher sein, ähnlichen Fehlentwicklungen zu verfallen. Darum betonte Michael Bartels in seiner Ansprache weiter, dass wir bei dem bleiben müssen, was wir als unsere demokratischen Werte anerkannt haben. 

Und so liegt der Sinn des Gedenktages in der Reflektion, welchen Werten wir uns als Einzelne, Unternehmensgruppe, als Gesellschaft verpflichtet haben.
 

Zum Ende des vergangenen Jahres hat die Bundesagentur für Arbeit ein neues Fachkonzept für das Eingangsverfahren (EV) und den Berufsbildungsbereich (BBB) der Werkstätten für Menschen mit Behinderung veröffentlicht, zu denen auch die Greifenwerkstatt zählt. Mit diesem Konzept werden bundesweit neue Qualitätsstandards für die berufliche Bildung in Werkstätten gesetzt.

Für die Werkstätten bedeutet dies, dass sowohl inhaltliche als auch organisatorische Veränderungen anstehen, die sorgfältig vorbereitet und umgesetzt werden müssen.
Um diesen Prozess aktiv und kooperativ zu gestalten, hat der Geschäftsbereich arbeiten regionale Akteure zu einem neuen Dialogformat eingeladen, um gemeinsam über die praktische Umsetzung des Fachkonzepts zu beraten.

Das Treffen fand am Freitag, dem 16. Januar 2026, im Tagungsraum “Netzwerk” des Café & Restaurant Lichtblick statt und markierte zugleich den Auftakt des im Fachkonzept vorgesehenen Qualitätszirkels.
Zusammengekommen sind Vertreterinnen und Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, des Landkreises sowie der Werkstätten für Menschen mit Behinderung: des Evangelischen Diakoniewerks Bethanien in Ducherow, der Gemeinnützigen Werk- und Wohnstätten GmbH Pasewalk sowie der Geschäftsbereich arbeiten des Pommerschen Diakonievereins.

Nur durch den engen Austausch zwischen Leistungsträgern, Werkstätten und regionalen Partnern kann es gelingen, die Qualität der beruflichen Bildung und damit die beruflichen Chancen von Menschen in Werkstätten weiter zu verbessern.
Der gestartete Qualitätszirkel soll künftig ein Ort des Dialogs, der Weiterentwicklung und der gemeinsamen Verantwortung sein, für eine inklusive Arbeitswelt in der Region.
 

Aktuell auf Social Media

Veranstaltungen der Pommerschen Diakonie

Tag der offenen Baustelle Züssow | Haus Bethesda
Infoabend: Der Weg ins BBW BerufsBildungsWerk Greifswald
Leando Road Show Greifswald | Tagungs- und Freizeitzentrum im BerufsBildungsWerk
Alle Veranstaltungen

Film der Pommerschen Diakonie Lebensfelder bestellen

Unsere Standorte


Datenschutzerklärung zur Nutzung der Karte