In der kleinen Stadt an der Ostseeküste entsteht Großes aus Kleinem: Die Industriemontage der Greifenwerkstatt Wolgast zeigt, wie kreative Ideen und umweltbewusstes Denken ein bemerkenswertes Duo bilden können. Hier werden Kronkorken – meist achtlos weggeworfen – zu faszinierenden Kunstwerken umgestaltet und damit zu Symbolen für nachhaltige Gestaltung und soziale Teilhabe.
Mehrmals im Monat werden kleine Tüten voller Kronkorken am Hafen von Greifswald abgeholt. Was nach Sammelleidenschaft klingt, ist Teil eines durchdachten Konzepts: Die Flaschenverschlüsse sind Rohmaterial für beeindruckende Bilder und Projekte. Die Werkstatt nutzt diese Arbeit im Rahmen der beruflichen Bildung, in auftragsärmeren Phasen aber auch zur Förderung kreativer Fähigkeiten.
Nach ihrer Ankunft werden die Kronkorken sorgfältig gereinigt, getrocknet und nach Sorte und Farbe sortiert. Aus alten, kaputten Paletten entsteht parallel das passende Holz für Rahmen und Untergründe – aufbereitet in liebevoller Handarbeit. Das Ergebnis: echte Hingucker mit Geschichte und Charakter. Die Verbindung von Materialpflege und kreativer Gestaltung veranschaulicht, wie viel Potenzial in scheinbar nutzlosen Dingen steckt.
Ein Höhepunkt dieser ungewöhnlichen Kunstform zeigte sich im vergangenen Jahr im Schaufenster des Café Lichtblick: Dort leuchtete ein imposantes Kronkorken-Bild, inspiriert von Caspar David Friedrichs berühmtem Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Jede einzelne Metallrundung wird dabei Teil eines größeren Ganzen – ein farbenfrohes Mosaik, das den Betrachter nicht nur zum Staunen bringt, sondern auch zum Nachdenken über Konsum und Kreativität.
Unser Arbeitsbereich freut sich immer über Anregungen, Ideen und neue Projekte. Wer Inspirationen hat, ist herzlich eingeladen, den Kontakt zur Industriemontage Wolgast aufzunehmen. Ansprechpartner vor Ort wäre Monique Lubetzki, Matthias Wolf oder Robert Schlosser.