Vergessende Spuren. Diesen Titel trägt das Mahnmal von Eckhard Labs, aufgestellt auf dem Gelände des Pommerschen Diakonievereins in Züssow. Ein Mahnmal, welches an die Gräueltaten der NS-Zeit und die damit einhergehenden Massenvernichtungen von Menschen mit Behinderung erinnern soll.
Anlässlich des heutigen Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus lud die Unternehmensgruppe Pommersche Diakonie zusammen mit der Kirchgemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin zur Gedenkstunde an das Mahnmal ein.
Sinnbildlich bedeckte der in der letzten Nacht gefallene Schnee das Mahnmal und überdeckte damit die Spuren der Vergangenheit, die Labs einst in sein Kunstwerk einarbeitete. Beginnt so das Vergessen? Das, was nicht mehr sichtbar ist, schleicht sich unbemerkt aus den Köpfen?
Doch die Spuren sind weiterhin da. Und damit die Schuldfrage derjenigen, die die Menschen seinerzeit zu den Massenverlegungen in die Konzentrationslager begleitet haben. Wir haben kein Wissen darüber, inwiefern sie über die Euthanasiemaßnahmen Kenntnis hatten oder politische Ideologien teilten. Wir werden keine Antworten auf diese Fragen bekommen, doch gleichzeitig sind sie der Schlüssel zum Verständnis der Ausgangsfrage: Wie konnte das geschehen?, so Vorsteher Dr. Michael Bartels in seiner Andacht. Wie konnten Menschen zu Tätern und Opfern werden? Was war damals der Auslöser der blinden Abkehr von der Menschlichkeit?
Auch in der heutigen Zeit können wir nicht sicher sein, ähnlichen Fehlentwicklungen zu verfallen. Darum betonte Michael Bartels in seiner Ansprache weiter, dass wir bei dem bleiben müssen, was wir als unsere demokratischen Werte anerkannt haben.
Und so liegt der Sinn des Gedenktages in der Reflektion, welchen Werten wir uns als Einzelne, Unternehmensgruppe, als Gesellschaft verpflichtet haben.





















