Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten, ihnen Sicherheit und Stabilität zu vermitteln, in Krisen zur Seite stehen, Mut für die nächsten Schritte geben. All dies und noch viel mehr, dafür steht seit 30 Jahren die Arbeit der Tagesgruppe Steg sowie seit 20 Jahren jene der gleichnamigen Begegnungsstätte. Die beiden ambulanten Angebote, die sich an Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen richten, sind für viele Leistungsberechtigte eine wichtige Konstante in ihrem Leben, die ihnen auf ihrem Weg halt gibt. Sie finden hierin insbesondere den Weg zu einem strukturierten Tagesablauf, der essenziell für die eigene psychische Stabilisierung ist. Während der feierlichen Eröffnung kam dieser Aspekt durch das vorbereitete Dialoggespräch besonders deutlich zum Tragen. Zwei Besucher*innen des Stegs schilderten den anwesenden Gästen aus ihrer Perspektive den Mehrwert des Stegs für ihren Lebensweg und unterstrichen dabei die Bedeutung dieses Unterstützungsangebots.
Wie angesehen und etabliert die Arbeit des Stegs in der Region ist, zeigte sich anhand der vielen Besucher, die der Einladung zur Jubiläumsfeier gefolgt waren. Mit großem Interesse wurden von den Gästen die Hausführungen angenommen, um Einblick in die Arbeit des Stegs zu gewinnen. Auch die vorbereiteten Mitmachangebote, wie Buttons selber herstellen und Steine bemalen, kamen gut an. Eine ganz eigene Anerkennung bekamen die Leistungsberechtigten, durch das Anbieten der im Rahmen der Ergotherapie entstandenen Werkstücke, wie selbst kreierter Ohrringe, gemalter Bilder, Keramik oder Mobiles. Ein Angebot, welches von den Gästen rege genutzt wurde.
Das Team um Teamleitung Romy Steeger hat mit der heutigen Jubiläumsfeier einen wichtigen öffentlichen Impuls für die Bedeutung und Sicherung der sozialpsychiatrischen Leistungsangebote in der Region gesetzt – ein Statement, um den Weg gemeinsam weiterzugehen.