Der Besuch von Messeveranstaltungen und Fachtagungen oder Kongressen ist immer wieder spannend, da hier der Fokus auf der Gewinnung von Ideen und der Information zu technischen Neuerscheinungen liegt. So machten sich am Dienstag fünf Kolleg*innen aus dem Pommerschen Diakonieverein auf den Weg nach Rostock, zur Landespflegemesse.
Auf dem Programm standen, neben dem Besuch der vielseitigen Messestände, auch interessante Vorträge zu Führungsthemen, Personalrecruiting, Digitalisierung und der Professionalisierung der Pflege. Während des anschließenden Pflegegipfels fand eine Podiumsdiskussion zwischen verschiedenen Vertretern des Gesundheitssystems statt. Darunter verantwortliche Pflegefachkräfte, ein Vertreter des Berufsverbands DBfK sowie die Sozial- und Gesundheitsministerin, Stefanie Drese. Sie alle stellten sich den Fragen des Moderators und des Publikums, sodass es zu einem interessanten Austausch kam und gegenseitiges Verständnis für die jeweilige Position des anderen entstand. Frau Drese versprach hierbei, die verschiedenen Hinweise und die Kritik zum bestehenden Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes mit in ihre zukünftige politische Arbeit einfließen zu lassen.
Aber auch die verschiedenen Aussteller der Messe sorgten für interessante Eindrücke. So hatten die Mitfahrenden die Möglichkeit, den Sozialroboter „Navel“ kennenzulernen und live zu erleben. Dieser wurde dafür entwickelt, sich mit pflegebedürftigen Menschen zu unterhalten und somit das Betreuungsangebot pflegerischer Einrichtungen zu unterstützen. Mit Hilfe von KI kann sich Navel Namen zu Gesichtern merken, erkennt Stimmen wieder und prägt sich Gesprächsinhalte ein, so dass er diese bei späteren Gelegenheiten wieder aufgreifen kann. Der Sozialroboter kann – wie er an diesem Tag eindrucksvoll unter Beweis stellte – auch problemlos in anderen Sprachen kommunizieren und macht dabei, aufgrund seiner kindlich wirkenden Optik, mit großen Kulleraugen und Strickmütze, einen liebenswerten und niedlichen Eindruck.
Beeindruckt haben auch der Messestand der „Nurse Club Stiftung“, die ein Stand-Up-Paddle für Rollstuhlfahrer präsentierte, mit dem man sich problemlos sitzend auf dem Wasser fortbewegen kann, sowie eine kleine Ausstellung des Podcasts-Teams von „Ohren für Senioren“, die einige witzige aber auch nachdenklich stimmende Inhalte der Gespräche mit hochaltrigen Menschen preisgaben. Was man sonst nur vermuten und interpretieren kann, stand hier schwarz auf weiß in aller Deutlichkeit und hat bei den Messe Besuchenden großen Eindruck hinterlassen.
Alles in allem hat sich der diesjährige Besuch der Landespflegemesse wieder gelohnt und wir sind gespannt auf die kommenden gesundheits- und pflegepolitischen Entwicklungen.